Cradle to Cradle – Modeproduktion in der Zukunft 

Mit Cradle to Cradle zur lokalen Nachhaltigkeit
Cradle to Cradle ist ein moderner und nachhaltiger Ansatz einer Kreislaufwirtschaft, welcher auch in der Modebranche Anwendung findet. Er macht es möglich, die bereits vorhandenen Produktionsprozesse vollständig neu zu denken und an innovativen Ansätzen für die gesamte Branche zu arbeiten. Wir im Co Fashion Design Lab setzen aus diesem Grund selbst auf das Cradle to Cradle Prinzip rund um die Entwicklung neuer Produkte und ermöglichen damit Nachhaltigkeit in der Modeproduktion.

Dynamik und Qualität über mehrere Lebenszyklen
Mit dem Cradle to Cradle als Grundsatz in der Produktion gelingt es, Produkte über mehrere Lebenszyklen zu erhalten und eine mehrmalige Wiederverwertung zu ermöglichen. Durch den stetigen Fokus auf die Qualität, Verarbeitung und Zusammensetzung von Rohstoffen sorgt jeder neuer neue Artikel für mehr Nachhaltigkeit, wodurch wir die Modeproduktion in Deutschland qualitativ auf ein neues Level bringen können. Dies gelingt mithilfe hochwertiger und wiederverwertbarer Materialien, die den Qualitätsansprüchen sowohl der Käufer als auch der Natur über lange Zeiträume gerecht werden.

Der neue Ansatz macht es möglich, eine Alternative zur Massenproduktion zu bieten und die Ausbeutung in Entwicklungsländern zu stoppen. Durch die Cradle to Cradle Modeproduktion haben sowohl Produzenten als auch Abnehmer die Möglichkeit, sich im Vorfeld zu den Abläufen und Hintergründen der Produktion zu informieren. Der Fokus auf Digitalität und Komfort wird zum neuen Maßstab für Transparenz in der Modeproduktion, wodurch sich Lokalität und Qualität bei jedem Kleidungsstück überprüfen lassen.

Cradle to Cradle Kreisläufe
Cradle to Cradle Kreisläufe

Zwei Kreisläufe für ressourcensparende Produktionen
Kleidung hat sich in den letzten Jahren leider immer mehr zu einem Quasi-Einwegprodukt entwickelt („Fast Fashion“). Dies führt dazu, dass die kostbaren Ressourcen und Rohstoffe der Kleidungsstücke nicht mehr verwertet werden, sondern die gesamte Produktion neu begonnen wird. Aus diesem Grund basiert das Cradle to Cradle Prinzip auf zwei Kreisläufen. Rund um den sogenannten C2C-Ansatz gibt es einen biologischen und einen technischen Kreislauf. Diese verlaufen unabhängig voneinander und funktionieren dadurch, dass Ressourcen entnommen und wieder zurückgegeben werden.

1. Der biologische Kreislauf
Im biologischen Kreislauf geht es um organische Stoffe welche am Ende eine Produktlebenszyklus problemlos kompostiert und der Natur zurückgeführt werden können. Sie werden also wieder zu Nährstoffen und einem Teil des natürlichen Kreislaufs., wodurch der Prozess der erneuten Nutzung für weitere Produkte beginnen kann.

2. Der technische Kreislauf
Auch der technische Kreislauf ist Teil des Cradle to Cradle Ansatzes und sieht vor, Materialen, welche nicht biologisch abbaubar sind, zu neuen Produkten umzuformen ohne Müll zu produzieren (Recycling/Upcycling). Es ist wichtig Produkte so zu entwerfen, dass ihre Bestandteile leicht trennbar sind und jeweils einem der zwei Kreisläufe zugeführt werden können, sonst entsteht Abfall, welcher nicht mehr genutzt werden kann und somit Ressourcenverschwendung darstellt. eine Behandlung noch intakter technischer Geräte. So lassen sich die wichtigsten Komponenten für die Anwendung zurückzugewinnen

Nachhaltige Modeproduktion in Deutschland
Damit wir uns gemeinsam von den Abläufen der Massenproduktion lösen können, kommt es auf ein gemeinschaftliches Vorgehen an. Nur so lässt sich der Kampf um den günstigsten Preis in ein Rennen um Qualität umwandeln, welches vor allem dem Kunden zugutekommt. Designer neuer Mode haben daher nicht Verkauf und Gewinn um jeden Preis im Blick , sondern zusätzlich die geschlossene und verschwendungsfreie Umsetzung eines nachhaltigen Labels.

Gleichzeitig spielt der ökologische Gedanke eine tragende Rolle, um die Neuschöpfungen der Modewelt mehrfach nutzen zu können und das Material immer wieder zu verwerten. In Zukunft kann dieser Ansatz zu einer deutlich umweltfreundlicheren Ausrichtung der Produktion führen, um eine hohe Qualität über mehrere Lebenszyklen zu erhalten. So setzt du dich gegen die Verschwendung von Rohstoffen ein und reduzierst auf Dauer den Materialverbrauch in der Modeproduktion.

Zahlreiche Möglichkeiten für den ersten Schritt
Im Bereich der Wiederverwertung und Neuschöpfung nachhaltiger Mode hat sich in den letzten Jahren ein immer größeres Netzwerk herausgebildet. Mit Hilfsangeboten wie C2C ExpoLAB oder mit dem C2C-Centre lassen sich alle relevanten Informationen zu den aktuellen Projekten erfassen, um die eigenen Ziele umzusetzen und gleichzeitig einen ökologischen Beitrag zu leisten. Das Konzept Cradle to Cradle ist in dieser Hinsicht in ganz Deutschland vertreten, wodurch bereits heute zahlreiche Produkte in großen Modeketten nachhaltig produziert werden.

Auch für neue Designer am Markt ist es aus diesem Grund sehr wichtig, die neusten Trends zu verinnerlichen und daran zu arbeiten, Lieferketten und Produktion zu verfeinern. Die Aufgabe liegt in der Verbindung aus nachhaltiger Produktion und dem Schaffen von Bewusstsein bei den Kunden, damit diese eine Bewertungskompetenz entwickeln und sich gegen die, in Massen produzierten, Kleidungsstücke entscheiden können. Mit dem Cradle to Cradle Ansatz wird daher der Fokus wieder auf die lokale und regionale Produktion gelegt, wodurch sich Mensch und Natur auch bei der neuen Anschaffung von Kleidung im Gleichgewicht befinden.

– Zohra Sandi
Co Fashion Design Lab